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Freitag, 10. August 2012

Nic's Finnische Ofenpfannkuchen

Es war einmal: Vor langer langer Zeit war Samstag immer Pfannkuchentag. Da hab ich dann immer für mich und meine Oma ca. 1cm dicke Obstpfannkuchen gebacken; die waren so schwer, dass man sie mit Hilfe eines Deckels wenden musste.

Damals kannte ich dieses tolle Rezept noch  nicht: "Pannukakku": Der finnische Ofenpfannkuchen, der auf einem tiefen Blech im Ofen gebacken wird; Pannukakku ist ein schöner, dünner Blechfladen und schmeckt mit oder ohne Obst , Eis, Sahne ... ;-)

Dieses Rezept wurde bei "Chefkoch" von "pupu" eingestellt (hier). Ich backe den Pfannkuchen allerdings nicht so heiß (s.u.), in meinem Herd würde der Teig sonst in 20 Minuten ziemlich dunkel werden.

Die Zutaten:
600ml Milch
250g Mehl
2 Eier
1 EL Zucker
1EL weiche Butter

Und so geht's:
Alle Zutaten und ungefähr die halbe Menge Milch mit dem Mixer verrühren; den Rest Milch dann mit dem Schneebesen unterrühren, ansonsten spritzt es zu sehr, denn der Teig ist sehr dünnflüssig. Ein Blech mit Backpapier auslegen, den Teig draufgießen, in den kalten Ofen schieben und bei 200 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen ca. 20-30 Minuten backen.

Wichtig ist, dass das Blech mit Backpapier ausgelegt ist, denn ansonsten klebt der gebackene Teig fürchterlich auf dem Blech! Alternativ kann man das Blech auch einfetten, dann aber ORDENTLICH, damit es nicht klebt; ist aber meines Erachtens nur unnötig zusätzliches Fett.

Pannukakku schmeckt hervorragend mit kleinem bzw. klein geschnittenem Obst; Heidelbeeren z.B. braucht man ja nicht klein zu schneiden, hingegen Äpfel sollte man schon in Stücke oder Scheiben schneiden .... Ich gebe das vorbereitete Obst nicht direkt in den Teig in der Schüssel, sondern verteile es, wenn der Teig auf dem Blech ist.


1 EL Zucker finde ich persönlich ein bissl wenig für süße Pfannkuchen pur - ist aber wie so vieles reine Geschmackssache. Gibt's den Pfannkuchen mal zum Kaffee mit Eis, nehme ich nur einen EL Zucker, ansonsten gebe meistens 3 EL Zucker in den Teig.


Probieren geht über Studieren!

Just Nic! :-)


Samstag, 28. Juli 2012

Trifle - eine Kleinigkeit

Trifle ist ein englisches Wort und bedeutet "Kleinigkeit".

Es gibt eine gefühlte Millionen Trifle-Rezepte! Trifle ist eine leicht zu machende Schichtspeise mit Obst, Creme, Kuchen und Sahne.

Die Reihenfolge der Schichten ist nicht festgelegt, mal sind die Früchte in Gelee eingegossen oder eine Grütze, mal gibt's anstelle der Creme Vanillepudding, mal nimmt man Löffelbiskuit anstelle von Biskuitkuchen ..... Hauptsache es passt zusammen und es schmeckt!


Ich persönlich mag die Britische Küche - sie ist viel besser als ihr Ruf! Ich habe mich vor gut 20 Jahren davon vor Ort überzeugen dürfen: Roastbeef mit Yorkshire Pudding, Scones, Shortbread, Fish & Chips, Cheddar usw. usw. finde ich total lecker! Minzsoße mag ich nicht - aber Minze mag ich generell nicht - ughhhh. Alle Jubeljahre mache ich auch mal ein "English Breakfast"  und ich habe eine Schwäche für "Pork Pie" - diese leckere Fleischpastete.

Mein erstes Trifle Rezept hatte ich aus einem dünnen Büchlein mit dem Titel "Englische Küche"; es kostete 1,50 DM und lag mitten in einem Bücherhaufen Restposten auf einem Kaufhauswühltisch. Eine Schicht  dieses Trifles jedoch animierte meine Stirn dazu sich zu kräuseln: Erkalteter, schnittfester Tortenguss in Würfeln. Löffelbiskuits, Vanillepudding, Sahne frische Erdbeerstückchen, das klang ja "normal" - aber Tortenguss einfach so dazwischen? DAS konnte ich mir damals nun überhaupt nicht vorstellen, denn Tortenguss ist eben kein roter Wackelpudding. Probieren geht über Studieren! Das Ergebnis war famos! Reste? Fehlanzeige! ALLES aufgefuttert.

Wie das Leben so spielt weiß ich momentan nicht wo ich genau dieses Büchlein mit dem wunderherrlichen Trifle-Rezept "versteckt" habe. Aber eine Schichtspeise zu machen ist ja nicht besonders schwer.

Eine Schichtspeise sieht immer gut in einer Glasschüssel aus; ich mache Schichtspeisen gerne portionsweise in stinknormalen Trinkgläsern. In langstieligen, dickbauchigen Gläsern sieht ein Dessert auch immer sehr schön aus, aber die eignen sich nicht besonders, wenn der Nachtisch noch im Kühlschrank gelagert werden soll; in der Regel sind die Fächer ja nicht so hoch.

Für Trifle backe ich immer schnell einen frischen Obstboden:
Einfach 120g Mehl, 100g weiche Butter, 100g Zucker, 2 Eier, 1 gestr. TL Backpulver, 1 Päckchen Vanillinzucker gut verrühren und in einer Springform ca. 20 Min. bei 150-180 Grad Umluft goldbraun backen.
Für den Trifle wird ein halber Boden benötigt. Den Rest kann man entweder für den nächsten Trifle einfrieren oder mit Marmelade bestrichen zum Frühstück am nächsten Tag essen. Ausserdem sollte man dran denken, dass der Kuchen im durgezogenen Trifle später eine weiche Konsitenz annimmt.

Pudding, Obstboden und Tortenguss dürfen noch warm, aber eben nicht zu heiß sein, wenn sie in die Schüssel bzw. die Gläser gefüllt werden! Die Konsistenz von Tortenguss und Pudding sollte dickflüssig sein, so dass die Masse gut mit einem Esslöffel verteilt werden kann.

Für Trifle verwende ich gerne Tiefkühlobst. Ich lasse das Obst nicht auftauen, man kann es prima gefroren verarbeiten, da sehr warmer Tortenguss drüber gegossen wird. Zudem muss Trifle ja noch eine Weile im Kühlschrank durchziehen und die Früchte bleiben definitiv nicht gefroren.

Hier nun die Zutaten dieses Trifles für 6 Gläser (ca. 250ml Inhalt):
1 Päckchen gemischte Beeren (tiefgekühlt)
2 Beutel Tortenguss rot
1/2 Obstboden
1 Päckchen Puddingpulver Vanille für 500 ml Milch
1 Becher Schlagsahne
Zucker für den Tortenguss & den Pudding (gemäß Packungsanleitung)


Und so geht's:

1. Obstboden backen und abkühlen lassen. Da der Boden nicht allzu dick ist reicht schon ca.eine halbe Stunde.


2. Pudding nach Packungsaleitung mit Milch & Zucker zubereiten und abkühlen lassen.


3. Tortenguss mit Wasser & Zucker nach Packungsanleitung zubereiten, kurz abkühlen lassen.


4. Den halben Obstboden in kleine Stücke schneiden.


5. Hier die Schichtreihenfolge: Beeren, Tortenguss, Kuchen, Pudding - alles einfach gleichmäßig in dieser Reihenfolge auf die Gläser verteilen.


6. Nach mindestens 2 Stunden Kühlung jeweils einen großen Klecks geschlagene Sahne (oder Cremefine) auf dem Pudding verteilen und ein bissl dekorieren.




Probieren geht über Studieren!


Just Nic :-)



Donnerstag, 26. Juli 2012

Erdbeercreme geeist

Es ist Sommer und die Sonne lacht da ist so ein Erdbeereis herzlichst willkommen! 

Man braucht auch nicht unbedingt eine Maschine zur Herstellung dieser eisig kalten Köstlichkeit; klar es ist natürlich äußerst komfortabel Eis frisch in einer Eismaschine mit Kompressor rühren zu lassen, aber eine Tiefkühltruhe tut's auch!

Die Zutaten für diese Creme sind: Ca. 500g Erdbeeren (also 1 Schälchen), 1 Päckchen Cremefine, geschlagen, 4 EL Zucker, ca. 1 TL Zitronensaft

Und so wird's gemacht:

1. Erdbeeren waschen, vom Grün befreien, klein schnippeln und mit dem Stabmixer pürieren. 

2. Cremefine schlagen und mit dem Erdbeerpüree sowie den restlichen Zutaten gut vermischen. (Ich nehme dazu immer meinen Schneebesen.)

3. Jetzt abschmecken und bei Bedarf nachsüßen.

4. Die Masse in einen gefrierfähigen Behälter füllen und in die Tiefkühltruhe geben.

5. Ein gutes Ergebnis erzielt man wenn man die Masse ca. 6-8 Stunden gefrieren lässt und stündlich einmal gründlich mit dem Schneebesen durchrührt, damit nicht so viele Eiskristalle entstehen.

Diese Creme habe ich ca. 4 Stunden in der Tiefkühltruhe gelassen, sie war dementsprechend leicht geeist und schmeckt nicht ganz so nach Eis, ist aber nicht weniger lecker!

Eisbehälter muss man auch jetzt nicht extra kaufen, jeder kauft sich mal Eis - die "Tönnchen" (so ca. 1l Inhalt) einfach säubern und sich 2-3 weglegen - sie reichen zum Rühren und Gefrieren vollkommen.

Wer "faul" ist kann auch die Masse ohne Rühren einfrieren, über Nacht und länger kann man das "Eis" auch in der Truhe lassen, es wird dann allerdings steinhart und man hat einen Eisblock. Industriell gefertigtes Eis hat Zusätze, die es geschmeidiger machen. So ein Block ist aber auch kein großes Problem, einfach bei Zimmertemperatur antauen lassen und warten bis man es durchrühren kann - die Eismasse also quasi aufschlagen - wenn nötig mit ein bissl Sahne.


Probieren geht über Studieren!

Just Nic :-)




Mittwoch, 25. Juli 2012

Bananencreme

Eine Bananencreme ist immer wieder schnell gemacht: Bananen schälen, zerquetschen und ab damit in Joghurt, Sahne oder Quark .... meistens ist es auch noch nicht einmal notwendig Zucker hinzuzufügen, da Bananen -besonders überreife- schon süß genug sind, oft füge ich noch einen Spritzer Zitronensaft hinzu. Man muss die Masse halt abschmecken und dann süßen wie man es eben selbst am liebsten mag!

Tags zuvor hatte ich einen Becher Cremefine geschlagen und davon nur die Hälfte benötigt, die Bananen in der Obstschale begannen braun zu werden und im Kühlschrank lagen noch 3 einsame Milchschnitten.

Es gibt Leute, die essen eine Banane gar nicht erst wenn die braune Flecken hat - braune Flecken machen aber gar nichts! Meistens ist die Banane innen gut und für ein leckeres Bananendessert eigen sich ausserdem überreife Früchte bestens!!!

Lässt man die Creme länger stehen verändert sich die Konsistenz der Milchschnitte; bei uns "überlebt" die Creme aber eh nicht lange... Ich mache sie immer kurz vor dem Essen und kann dementsprechend nicht sagen wie die Beschaffenheit nach einer Kühlschranknacht ist.

Die Zutaten dieser Bananencreme sind:
4 Bananen, 1/2 Becher geschlagene Cremefine, 3 Milchschnitten

1. Milchschnitten in kleine Würfel schneiden.

2. Bananen schälen und mit Hilfe einer Gabel zerquetschen oder mit dem Stabmixer pürieren.

3. Cremefine hinzufügen.

4. Alles miteinander vermengen.

Bananendesserts ohne Zitronensaft werden oft bräunlich wenn sie ein bissl länger auf dem Tisch stehen - ist halt eine Frage der Optik, geschmacklich passiert nichts! Wem die obige Rezeptur nicht süß genug ist, der fügt einfach Zucker hinzu; wer möchte kann auch noch einen Spritzer Zitronensaft dazu geben.



Probieren geht über Studieren!


Just Nic :-)



Donnerstag, 19. Juli 2012

So ein Schmarrn ...

5 einsame Pflaumen in der Obstschale - für Kuchen oder Marmelade zu wenig, aber ok für einen fruchtigen Pflaumenschmarrn!

Pflaumenschmarrn ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Kaiserschmerrn mit Pflaumen - Schmarrn schmeckt genauso gut mit Pfirsichen, Nektarinen, Kirschen oder Äpfeln. Ansere Obstsorten habe ich noch nicht probiert. (Kirschen sind übrigens mein persönlicher Favorit!)

Alles was man hierfür braucht ist sein Lieblingspfannkuchenrezept und kleingeschnittenes Obst al Gusto!

Früher habe ich oft Pfannkuchen "frei Schnauze" gemacht, einfach eben Mehl, Eier, Zucker, Milch zusammengerührt; das ergab dann schonmal Berge an Pfannkuchen, denn irgendeine Zutat war immer zuviel oder zu wenig und die Teigschüssel war letztendlich randvoll.
Dann war ich im Wenden noch nicht so geübt, dass dies bei dickeren Pfannkuchen nicht so recht klappen wollte und somit entstand unfreiwillig ein "Kaiserschmarrn", da der halbfertige Pfannkuchen beim Wenden brach und Teile noch flüssig waren, so hab ich einfach Stücke gerupft. Geschmeckt haben sie aber immer!

Ich habe kein spezielles Kaiserschmarrnrezept, ich nehme einfach die Zutaten eines bewährten Pfannkuchenteigerezeptes als Grundlage. Für einen Schmarrnteig rühre ich die Eier allerdings nicht komplett unter, sondern mixe zuerst alle Zutaten mit dem Eigelb und hebe zum Schluß den Eischnee drunter. Und dann gehts los: Butter oder Margarine erhitzen, Teig rein, Pfankuchen auf einer Seite anbacken, wenden, wieder anbacken und mit zwei Gabeln (ich nehm immer zwei Pfannenwender, die nicht kratzen) in Stücke reißen und fertig backen - alles bei mittlerer Hitze. (So ist ganz grob beschrieben wie man einen Kaiserschmarrn macht.) Ganz einfach, gell?


Bei diesen Pfannkuchen habe ich die Zutaten des Pancaketeiges (click hier) genommen. Dies sollte als Hauptmahlzeit für 3 Personen reichen - kommt aber immer auf den Appetit an oder was so mancher grundsätzlich in der Lage ist zu verdrücken ;-)

Hier die Stationen des Plaumenschmarrnbackens in Bildern:

Zutaten bereitstellen & Eier trennen, Pflaumen waschen.
Tipp fürs Eiertrennen: (hab ich aus einer Kinder-Bastelsendung): Man kann als "Eiertrenner" eine sauber gewaschene Hand nutzen indem man das komplette Eiinnere auf die Handfläche kippt, dann läuft das Eiweiß ab und das Gelbe bleibt auf den Fingern. Man muss dann allerdings vor dem  nächsten Ei die Finger wieder waschen, aber insgesamt eine gute Idee bevor man sich abmüht.)
Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel geben, eine Prise Salz dazu und mit dem Mixer zu Eischnee schlagen.
Alle Zutaten bis auf das Eiweiß mit dem Handmixer gut verrühren; man kann ruhig die Schneebesen direkt nach dem Eischneeschlagen nehmen, dann spart man sich einmal Abwaschen, es macht gar nix, wenn so ein bissl Eischnee dran ist.
Den Eischnee in die Teigschüssel geben.
Eischnee mit dem Schneebesen unterheben.
Pflaumen entsteinen, dann klein schnippeln. Ganze Pflaumenviertel eignen sich weniger, ziemlich kleine Stücke verteilen sich besser im Teig.
Pflaumenstückchen in den Teig geben und unterrühren.
Butter (Margarine) in einer Pfanne bei mittlerer Hitz schmelzen und einen großen Schöpflöffel Teig hinein geben.

Auf dem Bild sieht es so aus als würde der Teig in Fett schwimmen -  ist aber nicht mehr als 1 TL Butter. (Wer es mag und verträgt kann natürlich auch mehr Butter nehmen!)
Teig anbacken und wenden.
Wie oben schon erwähnt soll dies ein Schmarrn werden und es macht nichts, wenn der Pfannkuchen nicht im Ganzen und schön gewendet wird.
Durch Wärmezufuhr und Wenden und in Stücke reißen entstehen Schmarrnstücke, größere Stücke einfach mit dem Pfannenwender verkleinern und die Stückchen fertig braten.
Ohne Zucker schmeckt der Schmarrn durch die Pflaumen ziemlich sauer, also dick Puderzucker oder auch normalen Zucker drauf und wer mag noch Zimt.

Probieren geht über Studieren!




Just Nic :-)





Dienstag, 17. Juli 2012

Lecker Nachtisch

Desserts ohne viel Aufwand!

Einfach Pfannküchlein in der Mikrowelle leicht warm manchen (sie sollten zumindest Zimmertemperatur haben)  und dann al Gusto dekorieren, z.B. Nutella oder Marmelade und geschlagene Sahne drauf und mit ein paar Schokoröllchen oder bunten Streuseln siehts noch lecker aus!

P.S.: Ich friere übrig gebliebene Pfannkuchen ein, so hat man dann mal schnell eine Grundlage für den Nachtisch am Wochenende; anstelle von Sahne nehme ich sehr gerne Cremefine zum Schlagen, denn die "überlebt" geschlagen problemlos ein paar Stündchen auf dem Kaffeetisch ohne "wegzulaufen".


Mini-Pfannkuchen mit Nutella, Cremefine und bunten Streuseln


Mini-Pfannkuchen mit Cremfine, Birnenstücken und Schokoröllchen


Probieren geht über Studieren!

Just Nic :-) 17.07.2012



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