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Donnerstag, 16. August 2012

Nic's Pflaumenmus

Diesmal habe ich einen kleinen Pflaumenberg mal klassisch verarbeitet: Nur Pflaumen und Zucker (ganz normaler Haushaltszucker) - sonst nix.

Erstmal habe ich eine Menge Rezepte durchforstet.
Das Mus sollte nicht zu süß sein, also schied das Verhältnis 1:1 von Zucker und Pflaumen schonmal aus. Optimal erschien mir 3 kg Pflaumen (netto, also ohne Steine) mit 1kg Zucker einzukochen.

Letztendlich hatte ich nach dem Waschen und Entsteinen ca. 2 kg Pflaumen und habe mich dazu entschieden diese mit 350g Zucker einzukochen.

Erstmal habe ich die Plaumen kleingeschnippelt und mit dem Zucker gut vermischt. In einer abgedeckten Schüssel habe ich die Pflaumen dann über Nacht stehen lassen.

Ich kam erst am nächsten Abend zum Einkochen; die Pflaumen hatten schön Saft gelassen. Gut durchgemischt habe ich sie in einen großen Topf gegeben und alles kurz aufgekocht und dann ohne Deckel 3 Stunden auf kleinster Flamme OHNE RÜHREN eingekocht. Ich habe jede Stunde mal geschaut, ob alles seinen rechten Gang geht ....

Alles hat prima geklappt, ohne Rühren ist nix angebrannt, ich habe das fertige Mus nochmal kurz mit dem Stabmixer püriert und dann wie Marmelade in Gläser mit Twist-off-Deckel gefüllt.

Das Pflaumenmus hat eine tolle Farbe bekommen, es schmeckt so richtig super pflaumig - einfach lecker - für unseren Geschmack nicht zu süß und nicht zu sauer. Bewußt habe ich keine Gewürze wie z.B. Zimt oder Nelken mitgekocht - ich wollte das Mus einfach nur pflaumig haben ...  UND: Es ist super einfach zuzubereiten, man braucht nicht permanent neben dem Topf stehen und aufpassen!

Probieren geht über Studieren!

Just Nic :-)


Freitag, 10. August 2012

Nic's Finnische Ofenpfannkuchen

Es war einmal: Vor langer langer Zeit war Samstag immer Pfannkuchentag. Da hab ich dann immer für mich und meine Oma ca. 1cm dicke Obstpfannkuchen gebacken; die waren so schwer, dass man sie mit Hilfe eines Deckels wenden musste.

Damals kannte ich dieses tolle Rezept noch  nicht: "Pannukakku": Der finnische Ofenpfannkuchen, der auf einem tiefen Blech im Ofen gebacken wird; Pannukakku ist ein schöner, dünner Blechfladen und schmeckt mit oder ohne Obst , Eis, Sahne ... ;-)

Dieses Rezept wurde bei "Chefkoch" von "pupu" eingestellt (hier). Ich backe den Pfannkuchen allerdings nicht so heiß (s.u.), in meinem Herd würde der Teig sonst in 20 Minuten ziemlich dunkel werden.

Die Zutaten:
600ml Milch
250g Mehl
2 Eier
1 EL Zucker
1EL weiche Butter

Und so geht's:
Alle Zutaten und ungefähr die halbe Menge Milch mit dem Mixer verrühren; den Rest Milch dann mit dem Schneebesen unterrühren, ansonsten spritzt es zu sehr, denn der Teig ist sehr dünnflüssig. Ein Blech mit Backpapier auslegen, den Teig draufgießen, in den kalten Ofen schieben und bei 200 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen ca. 20-30 Minuten backen.

Wichtig ist, dass das Blech mit Backpapier ausgelegt ist, denn ansonsten klebt der gebackene Teig fürchterlich auf dem Blech! Alternativ kann man das Blech auch einfetten, dann aber ORDENTLICH, damit es nicht klebt; ist aber meines Erachtens nur unnötig zusätzliches Fett.

Pannukakku schmeckt hervorragend mit kleinem bzw. klein geschnittenem Obst; Heidelbeeren z.B. braucht man ja nicht klein zu schneiden, hingegen Äpfel sollte man schon in Stücke oder Scheiben schneiden .... Ich gebe das vorbereitete Obst nicht direkt in den Teig in der Schüssel, sondern verteile es, wenn der Teig auf dem Blech ist.


1 EL Zucker finde ich persönlich ein bissl wenig für süße Pfannkuchen pur - ist aber wie so vieles reine Geschmackssache. Gibt's den Pfannkuchen mal zum Kaffee mit Eis, nehme ich nur einen EL Zucker, ansonsten gebe meistens 3 EL Zucker in den Teig.


Probieren geht über Studieren!

Just Nic! :-)


Montag, 23. Juli 2012

Obstkuchen

Grundlage meiner schnellen Obstkuchen ist ein einfacher Rührteig. 


Dafür benötigt man: 
350g Mehl
250g Butter (oder Margarine)
250g Zucker
6 Eier
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Päckchen Backpulver





Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander mit dem Mixer verrühren.

Jetzt den Teig nicht sofort auf das Blech geben!





Ca. 1 kg Obst in Stücke oder Scheiben geschnitten unter den Teig mengen. (Das Obst hier sind Weintrauben und eine 200g Tüte "Tropische-Frucht-Nuss- Mischung")






Einen Bogen Backpapier auf ein Blech geben, Teigmasse auf das Blech geben.







Teigmasse gleichmäßig auf dem Blech verteilen und ab in den Ofen.








Ich schiebe das Blech in den kalten Ofen bei 150 Grad Umluft und nach 1/2 Stunde ist der Kuchen fertig und goldbraun gebacken. Ein gutes Ergbnis müsste auch 175 Grad vorgeheizt ca. 30 Minuten (vielleicht auch länger) auf mittlerer Schiene ergeben.




Und nun zu Obst: Ich nehme eigentlich jedes "backbare". Also Nektarinen, Pfirsiche, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Pflaumen, Rhabarber, Ananas, Kirschen, Bananen - mal gemischt, mal nur eine Sorte. Bananen sind nicht immer jedermanns Sache, die sollte man eingebacken schon mögen! Hervorragend finde ich die Kombination Ananas-Banane mit Rumaroma, und Apfelkuchen mögen wir am liebsten mit Zimt. Außerdem passen frische Früchte und Trockenobst bzw. Nüsse auch gut in den Teig.

Eine Ananas hat mehr Obstsaft als Äpfel - mir ist der Obstkuchen jedoch noch nie "klitschig" geworden, aber andere Herde anderes Backen .... 

Bei saurem Obst (Rhabarber, Pflaumen, Kochäpfel) bestreue ich den Kuchen vor dem Backen noch gerne mit extra Zucker, so ist der Kuchen süß genug und der Kuchen hat dann nach dem Backen eine schöne Zuckerkruste.

Äpfel sind immer so eine Sache - zu süße Sorten bringen dem Kuchen nicht das entsprechende Aroma und können fad schmecken - eine halbe ausgepresste Zitrone kann dem faden Geschmack vorbeugen. Ein super Aroma gabs mal bei meinem Kuchen als ich verschiedene Sorten genommen habe; die Sorte Boskop ist schön säuerlich für Apfelkuchen!

Den Grundteig aromatisiere ich auch gerne mit Zitrone (Aroma, Saft oder geriebene Schale). 



Dessertvorschlag:
Grob zerkrümelter Obstkuchen auf Vanillejoghurt mit Sahne.




Probieren geht über Studieren!

Just Nic :-)





Donnerstag, 19. Juli 2012

So ein Schmarrn ...

5 einsame Pflaumen in der Obstschale - für Kuchen oder Marmelade zu wenig, aber ok für einen fruchtigen Pflaumenschmarrn!

Pflaumenschmarrn ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Kaiserschmerrn mit Pflaumen - Schmarrn schmeckt genauso gut mit Pfirsichen, Nektarinen, Kirschen oder Äpfeln. Ansere Obstsorten habe ich noch nicht probiert. (Kirschen sind übrigens mein persönlicher Favorit!)

Alles was man hierfür braucht ist sein Lieblingspfannkuchenrezept und kleingeschnittenes Obst al Gusto!

Früher habe ich oft Pfannkuchen "frei Schnauze" gemacht, einfach eben Mehl, Eier, Zucker, Milch zusammengerührt; das ergab dann schonmal Berge an Pfannkuchen, denn irgendeine Zutat war immer zuviel oder zu wenig und die Teigschüssel war letztendlich randvoll.
Dann war ich im Wenden noch nicht so geübt, dass dies bei dickeren Pfannkuchen nicht so recht klappen wollte und somit entstand unfreiwillig ein "Kaiserschmarrn", da der halbfertige Pfannkuchen beim Wenden brach und Teile noch flüssig waren, so hab ich einfach Stücke gerupft. Geschmeckt haben sie aber immer!

Ich habe kein spezielles Kaiserschmarrnrezept, ich nehme einfach die Zutaten eines bewährten Pfannkuchenteigerezeptes als Grundlage. Für einen Schmarrnteig rühre ich die Eier allerdings nicht komplett unter, sondern mixe zuerst alle Zutaten mit dem Eigelb und hebe zum Schluß den Eischnee drunter. Und dann gehts los: Butter oder Margarine erhitzen, Teig rein, Pfankuchen auf einer Seite anbacken, wenden, wieder anbacken und mit zwei Gabeln (ich nehm immer zwei Pfannenwender, die nicht kratzen) in Stücke reißen und fertig backen - alles bei mittlerer Hitze. (So ist ganz grob beschrieben wie man einen Kaiserschmarrn macht.) Ganz einfach, gell?


Bei diesen Pfannkuchen habe ich die Zutaten des Pancaketeiges (click hier) genommen. Dies sollte als Hauptmahlzeit für 3 Personen reichen - kommt aber immer auf den Appetit an oder was so mancher grundsätzlich in der Lage ist zu verdrücken ;-)

Hier die Stationen des Plaumenschmarrnbackens in Bildern:

Zutaten bereitstellen & Eier trennen, Pflaumen waschen.
Tipp fürs Eiertrennen: (hab ich aus einer Kinder-Bastelsendung): Man kann als "Eiertrenner" eine sauber gewaschene Hand nutzen indem man das komplette Eiinnere auf die Handfläche kippt, dann läuft das Eiweiß ab und das Gelbe bleibt auf den Fingern. Man muss dann allerdings vor dem  nächsten Ei die Finger wieder waschen, aber insgesamt eine gute Idee bevor man sich abmüht.)
Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel geben, eine Prise Salz dazu und mit dem Mixer zu Eischnee schlagen.
Alle Zutaten bis auf das Eiweiß mit dem Handmixer gut verrühren; man kann ruhig die Schneebesen direkt nach dem Eischneeschlagen nehmen, dann spart man sich einmal Abwaschen, es macht gar nix, wenn so ein bissl Eischnee dran ist.
Den Eischnee in die Teigschüssel geben.
Eischnee mit dem Schneebesen unterheben.
Pflaumen entsteinen, dann klein schnippeln. Ganze Pflaumenviertel eignen sich weniger, ziemlich kleine Stücke verteilen sich besser im Teig.
Pflaumenstückchen in den Teig geben und unterrühren.
Butter (Margarine) in einer Pfanne bei mittlerer Hitz schmelzen und einen großen Schöpflöffel Teig hinein geben.

Auf dem Bild sieht es so aus als würde der Teig in Fett schwimmen -  ist aber nicht mehr als 1 TL Butter. (Wer es mag und verträgt kann natürlich auch mehr Butter nehmen!)
Teig anbacken und wenden.
Wie oben schon erwähnt soll dies ein Schmarrn werden und es macht nichts, wenn der Pfannkuchen nicht im Ganzen und schön gewendet wird.
Durch Wärmezufuhr und Wenden und in Stücke reißen entstehen Schmarrnstücke, größere Stücke einfach mit dem Pfannenwender verkleinern und die Stückchen fertig braten.
Ohne Zucker schmeckt der Schmarrn durch die Pflaumen ziemlich sauer, also dick Puderzucker oder auch normalen Zucker drauf und wer mag noch Zimt.

Probieren geht über Studieren!




Just Nic :-)





Sonntag, 15. Juli 2012

Nic's Arme Ritter



Nic's Arme Ritter
Ich hatte ja vor meine steinhart gewordenen Brötchen am Samstag Nachmittag lautstark mit meinem Fleischklopfer zu Bröseln zu verarbeiten - aber dann gab es doch am Sonntag "Arme Ritter".

Für meine Ritter benötige ich lediglich in Milch eingeweichte Brötchen, die ich dann in Butter in der Pfanne beidseitig brate; meine Ritter bestreut sich dann jeder mit Zucker und Zimt so wie er mag. Klingt einfach, gell? -Ist es übrigens auch!


Naja ein bissl Üben muss man schon. aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen! Als ich vor gefühlten 100 Jahren das erste Mal Ritter gebruzzelt habe sind sie mir auseinander gefallen, die Masse pappte am Pfannenboden an .... ABER: Mit Zimt und Zucker bestreut schmeckte die Masse hervorragend!!!! Es macht also nichts, wenn das Ritter backen mal nicht so klappt wie man es sich vorstellt - Hauptsache es verbrennt nicht und ist dann weils rabenschwarz ist ungenießbar. Die Gefahr, dass mir die Ritter mißlingen ist in einer Edelstahlpfanne sehr groß, denn da pappen sie mir immer schnell an, man muss noch Unmengen von Butter dazugeben und Milch damits nicht klebt, am besten man nimmt eine beschichtete Pfanne.

Wir mögen die Ritter am liebsten mit einer leicht goldbraunen Kruste aussen - innen sind sie bei mir fast immer milchig weich, das liegt daran, dass ich meistens steinharte Brötchen verwende die man in VIEL Milch einweichen muss, damit man sie überhaupt braten kann; altbackene Brötchen (1-2 Tage alt und noch gut zu schneiden) halbiere ich längs und tunke sie gut in Milch, die müssen ja auch nicht komplett durchweichen weil sie eben noch nicht knochentrocken sind, dann ist das Innere der Ritter nach dem Braten dementsprechend fester!

Bei uns gibts so eine Ritter-Mahlzeit zumeist spontan: Ich lege mir Weizenbrötchen für Semmelknödel zurück, denke nicht mehr dran, dass ich welche machen wollte und so liegen irgendwann steinharte, knochentrockene Brötchen rum, die ich dann entweder zu Rittern oder Bröseln verarbeite.


die steinharten Brötchen in der Milch
Brötchen gut aufgeweicht
Meine steinharten Brötchen weiche ich nun in reichlich Milch in einer Schüssel ein und zwar so lange bis sie sich damit voll gesogen haben und weich sind. Zu Beginn schwimmen ja die Brötchen auf der Milch. Zum Überprüfen ob die Brötchen durchgeweicht sind drücke vorsichtig drauf und wenn man noch einen "harten Kern" fühlt, die Brötchen tief in die Milch der Schüssel drücken damit sie gut einziehen kann, wenn nicht mehr genug Milch da ist einfach welche nachkippen. (Meine 5 steinharten Brötchen heute haben locker 1l Milch verschluckt!)



"Milchschwammbrötchen"
gerade in der Pfanne
Brötchen nach dem ersten Wenden

Wenn die Brötchen weich genug sind kanns losgehen!





Butter (Margarine geht auch) in einer beschichteten Pfanne zerlassen, d.h. die Buter sollte noch nicht bruzzeln und noch nicht braun sein, Brötchen vorsichtig in die Pfanne geben und die erste Seite "krustig" braten, es tritt auch noch Milch aus, wird beim Braten aber wieder eingesogen und kocht auch teilweise ein. Jetzt die recht "wabbeligen" Brötchen wenden und weiter braten. Je nach gewünschten Bräunungsgrad mehrfach wenden, liegt nämlich eine Seite zu lange in der Brathitze besteht die Gefahr einen "schwarzen Ritter" zu verfabrizieren. Fangen die Brötchen an beim Braten festzukleben einfach nur ein bissl Milch in die Pfanne geben, dann klappts auch wieder mit dem Wenden. Am besten gelingen mir die Ritter wenn ich sie bei mittlerer Hitze brate, bei einer zu heiß eingestellten Platte brennen sie mir schnell an - geringe Zufuhr lässt die Ritter bestimmt nach einer gewissen Zeit "durch" werden, aber sie sollen ja braten und nicht garen.

Tipp: Es sollte einer dieser Pfannenwender benutzt werden, die die Pfannenboden schon und nicht kratzt, man muss nämlich ein bissl "kratzend" unter die Kruste den Wender unterschieben, sonst bleibt die Kruste in der Pfanne.

Jetzt ab auf den Teller, mit Zucker bestreuen, wer mag streut sich auch noch Zimt drauf!

Ach ja: Wenn was in der Pfanne angepappt ist, nicht mit Gewalt rumkratzen, ich lasse die Pfanne immer einfach nur mit Wasser befüllt ein paar Stunden stehen - alles lässt sich dann in der Regel prima mit dem Pfannenwender lösen.



Probieren geht über Studieren!



Just Nic :-) 15.07.2012






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